Thomas Müller, Leiter Kommunikation/Fundraising WBZ Reinach
Im Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte (WBZ) in Reinach arbeiten Menschen mit und ohne Körperbehinderung. Sie arbeiten gemeinsam in Teams, ergänzen, unterstützen, und inspirieren sich gegenseitig. Manchmal kritisieren sie sich auch. Und wenn sie im Stress sind, können sie gereizt reagieren. Das ist normaler Arbeitsalltag. Behinderte und Nichtbehinderte müssen miteinander zurechtkommen, damit eine sinnvolle Zusammenarbeit stattfinden kann. Das ist im WBZ nicht anders als in einer Firma, in der keine Menschen mit Behinderung arbeiten.
Anders im WBZ ist nur, dass Türen breiter sind und automatisch aufgehen, dass Lichtschalter etwas tiefer unten befestigt sind, dass Stühle an den Tischen fehlen. Vieles, was für Auswärtige vielleicht ungewohnt erscheinen mag, ist im WBZ keiner Rede wert. Hier hinken, rollen, schlurfen, trotten und marschieren die Arbeitenden geschäftig aneinander vorbei. Und ich sage bewusst „aneinander vorbei“. Denn das Aufeinander-Zugehen ist auch im WBZ nicht immer einfach. Es erfordert Mut, auf einen fremden Menschen zuzugehen, ob er nun eine Behinderung hat oder nicht. Diesen Mut zu haben lohnt sich aber, weil Gespräche mit Fremden eine Bereicherung sein können.
Meine Arbeit im WBZ zeigt mit, dass die Zusammenarbeit zwischen Behindert und Nichtbehindert funktioniert und zudem eine Bereicherung ist. Es kommt ja schliesslich nicht auf die Behinderung an. Was zählt, ist die Fähigkeit.
Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte